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Das sind die 30 wichtigsten Revolutionäre des modernen Fußballs

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Das sind die 30 wichtigsten Revolutionäre des modernen Fußballs

Was macht einen Fußball-Spieler oder Trainer zu einem Revolutionär? Zu einer disruptiven Figur, die nicht einfach nur gut oder exzellent ist und besser spielt oder coacht als die anderen. Schwierige Frage. Wer gehört zu den 30 wichtigsten Revolutionären des modernen Fußballs

Sind Superstars disruptiv oder innovativ?

Zinedine Zidane: Mehr als nur ein Headbutt (Photo by Michael Steele/Getty Images)
Zinedine Zidane: Mehr als nur ein Headbutt (Photo by Michael Steele/Getty Images)

Superstars werden häufig mit dem Begriff revolutionär bezeichnet. Sie spielen besser als ihre Gegner, sorgen dafür, dass diese das eigene Spiel ändern müssen oder entwickeln neue Spielstrategien und Tricks. Aber sind sie deshalb disruptiv oder innovativ?

Nicht alle – denn manche Superstars sind einfach nur gut – aber ziemlich traditionell. Und dann sind sie eben nur “Great Players” aber in keinster Weise disruptiv, innovativ oder revolutionär?

Die wirklichen Erneuerer, die Game Changer im Fußball müssen gar keine Superstars sein. Manchmal wirken sie im verborgenen. Und manchmal  wird erst Jahre später klar, welche Spuren sie wirklich hinterlassen haben.

Wahre Fußballrevolutionäre

Gareth Bale – Ein game Changer oder einfach nur ein sehr guter Spieler? Foto: Getty Images
Gareth Bale – Ein game Changer oder einfach nur ein sehr guter Spieler? Foto: Getty Images

Und dann gelangen sie zu Lebzeiten zu einer gewissen Berühmtheit. Aber auch nur einige. Denn bei anderen wird es erst Jahre später klar, dass sie den Fußball substantiell verändert haben.

Vor diesem Hintergrund haben wir Kurzportraits von 30 – wie wir finden – wahren Fußballrevolutionären zusammengestellt. Einige von ihnen sind berühmt, andere nur einem ausgewählten Publikum bekannt oder mittlerweile in Vergessenheit geraten.

Einige haben das Spiel revolutioniert – durch neue Moves oder neue Taktiken. Andere das Umfeld. Weil sie sich trauten, mutig waren oder den Fußball in eine neue Dimension hieften. Gemein ist ihnen allen, dass sie etwas Bleibendes hinterlassen haben, etwas mit langanhaltendem Effekt, das es vorher so nicht gab.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Die Nummer 1 revolutionierte den Fußball als Spieler und Trainer

Ein Fußball-Revolutionär oder nur ein guter Trainer mit lustigem Akzent (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)
Ein Fußball-Revolutionär oder nur ein guter Trainer mit lustigem Akzent (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Unsere Liste besteht aus Spielern und Trainern. Aus Männern und Frauen und einem weiteren Geschlecht. Einige Geschichten sind tragisch, weil sie mit Desaster, persönlichem Ruin, Tod oder Selbstmord endeten. Andere geben Mut und sind einfach nur schön.

Und während wir auch Personen aufführen, die nicht wegen ihrer fußballerischen Qualitäten zu den Revolutionären gehören, gehen die Top 3 Plätze doch allesamt an 3 zutiefst disruptive Fußballer und Spielerpersönlichkeiten. Unsere Nummer 1 revolutionierte den Fußball dabei als Spieler und Trainer. Das macht den Unterschied.

Revolutionär 30 – 26: Vom Besten “Betonmischer” bis zum dicken “Strafraumgott”

Gaetano Scirea – King of Catenaccio (Photo by Bongarts/Getty Images)
Gaetano Scirea – King of Catenaccio (Photo by Bongarts/Getty Images)

30. Gaetano Scirea – King of Catenaccio

Im italienischen Fußball regiert die Defensive. Über Jahrzehnte spielten die Azzurri Catenaccio. Catenaccio lässt sich am besten übersetzen mit Türriegel oder Bolzen. Und damit hat man das nötige geistige Bild auch gleich vor Augen, um sich das Spielsystem vorzustellen.

Und der Catenaccio machte einige italienische Abwehrkünstler groß. Der größte Erfolg Italiens mit dem System war der Gewinn der Weltmeisterschaft 1982.

Das Team schaffte nur ganz knapp die Vorrunde, warf dann die genialen Schönspieler aus Brasilien aus dem Wettbewerb und ließ der DFB-Elf im Finale keine Chance.

3:1 hieß es zum Schluss .

Gaetano Scirea war der beste aller Catenaccio Liberos

Niemand spielte gerne gegen Scirea. Foto: Imago
Niemand spielte gerne gegen Scirea. Foto: Imago

Wir finden, dass Gaetano Scirea der beste aller Catenaccio Liberos war. Er war Fels und Mastermind sowohl in der Nationalmannschaft als auch bei Juventus Turin.

Und ob es gefällt oder nicht – damit war er prägend bis in die heutige Zeit hinein. Denn Catenaccio war ein disruptives Spielsystem – eine Revolution nach unserer Definition – und Scirea war der beste Spezialist.

Der Begriff Catenaccio bezeichnet heutzutage oftmals nur noch eine sehr defensive Art Fußball zu spielen, ein reaktives und auf Konterspiel basierendes System.

Der Catenaccio

Diego Maradona und Gaetano Scirea bei der WM 1986. Mandatory Credit: David Cannon/Allsport
Diego Maradona und Gaetano Scirea bei der WM 1986. Mandatory Credit: David Cannon/Allsport

Doch der Begriff Catenaccio war eigentlich die Bezeichnung für ein ganz bestimmtes System, welches von Nereo Rocco im Jahre 1947 in Triestina eingeführt und aufgrund seines Erfolges auch von anderen Topteams gespielt wurde, unter anderem von Inter Mailand unter Helenio Herrera.

In diesem System wurden die gegnerischen Spieler gedoppelt und es gab fünf Spieler, die so gut wie keine Offensivaufgaben hatten. Dazu kamen drei weitere Spieler, die überwiegend defensive Aufgaben hatten.

Das System war im Endeffekt ein hochgradig asymmetrisches 3-5-2 System, welches zwei Vorstopper, einen Ausputzer und (häufig aber nicht zwangsläufig) auf links einen Wing-Back hatte. Rechts war meistens ein defensiver Flügelmittelfeldspieler zu finden.

Im Zentrum des Mittelfelds gab es zumeist drei Spieler, einer war der defensive Mittelfeldspieler vor der Abwehr, einer der Spielmacher und der dritte ein Box-to-box-midfielder. Davor spielten in der Regel ein hängender Stürmer und ein klassischer Strafraumstürmer.

Das System basierte auf doppelter Manndeckung und Konterspiel und hatte in den 60er Jahren große Erfolge, wurde jedoch seit der Niederlage Milans 1973 mit 6:0 gegen Johan Cruyff und Rinus Michels’ Ajax Amsterdam Fußballkonzept obsolet, da der Fußball sich zu stark verändert hatte für eine solch starre und unflexible Anordnung.

Heutzutage wird der Begriff für extrem defensiven Fußball verwendet, unter anderem für die Spielweise, die Inter Mailand 2009/10 unter Mourinho und den griechischen Europameister 2004 unter Otto Rehhagel auszeichnete.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Landon Donovoan war einst für den FC Bayern aktiv. Foto: Getty Images

29. Antonin Panenka – Der Alptraum von Sepp Maier

So sehen Revolutionäre später aus. (Photo by Valerio Pennicino/Getty Images for Golden Foot)
So sehen Revolutionäre später aus. (Photo by Valerio Pennicino/Getty Images for Golden Foot)

Wer eine coole Socke sein will, muss den Panenka drauf haben. Doch heutzutage, den Panenka nachzumachen oder ihn zu erfinden. Und dass in einem EM-Finale gegen den Weltmeister Deutschland. Dazu gehört schon etwas mehr.

Stählerne Nerven, Mut und ein schwejksches Gemüt. Und eben eine geniale Technik, wie Antonin Panenka sie hatte.

Als er den Ball im EM-Finale 1976 mit einem Chip an Sepp Maier vorbei ins Tore bugsierte. Halbhoch in die Mitte – während der deutsche Goalie rechts unten im Eck lag.

Antonin Panenka hat etwas Bleibendes hinterlassen

Antonin Panenka bei der Golden Foot Gala im Jahr 2014 (Photo by Valerio Pennicino/Getty Images for Golden Foot)
Antonin Panenka bei der Golden Foot Gala im Jahr 2014 (Photo by Valerio Pennicino/Getty Images for Golden Foot)

Seit 1976 ist der Panenka unzählige Male kopiert und verfeinert worden. Mit angestopptem Anlauf, ohne Stop, etc. Antonin Panenka hat etwas Bleibendes hinterlassen, was es vor ihm nicht gab und in 50 Jahren noch geben wird. Eine spezielle Art, den Elfmeter zu schießen.

Unterhaltsam und genial. Und deshalb ist er ein Revolutionär.

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28. Brandi Chastain – Das Trikot

Brandi Chastain ist ein Revolutionär. DIGITAL IMAGE Mandatory Credit: Nick Wass/Allsport
Brandi Chastain ist ein Revolutionär. DIGITAL IMAGE Mandatory Credit: Nick Wass/Allsport

Ja, Brandi Chastain! Unbekannt? Vielleicht. Aber das eine Bild ging um die Welt. Und alle kennen es. Es ist das Jahr 1999 und die USA spielen im Finale der Frauen WM im Rose Bowl Stadion in Pasadena gegen China. Chastain schießt in der Verlängerung das Siegtor und befreit sich von ihrem Trikot.

Wie das ihre männliche Kollegen eben auch tun. Das Bild geht um die Welt und von da an hat der Fußball seinen Platz im kulturellen Mainstream der USA. Und fragt man 3 einfache Fragen, dann werden fast alle US-Amerikaner diese mit ja beantworten können.

  1. Du erinnerst Dich an das Bild?
  2. Du weißt genau, was Chastain damals gemacht hat?
  3. Und das war das erste Mal, dass Du dich überhaupt für Frauenfußball interessiert hast?

Ein ähnliches Erlebnis gibt es im US-Männerfußball nicht

LOS ANGELES, UNITED STATES - JULY 10: FRAUEN WM 1999 FINALE USA - CHN 5:4 n.E. Los Angeles; JUBEL nach dem Elfmeter zum 5:4 durch Brandi CHASTAIN/USA (rechts) (Photo by Lutz Bongarts/Bongarts/Getty Images)
LOS ANGELES, UNITED STATES - JULY 10: FRAUEN WM 1999 FINALE USA - CHN 5:4 n.E. Los Angeles; JUBEL nach dem Elfmeter zum 5:4 durch Brandi CHASTAIN/USA (rechts) (Photo by Lutz Bongarts/Bongarts/Getty Images)

Und das ist einzigartig, denn ein ähnliches Erlebnis gibt es im US-Männerfußball nicht. Außer vielleicht dem einen Tor von Paul Caliguri, mit dem sich die USA damals zur WM qualifizierten. Aber das reicht nun wirklich nicht, um als revolutionär zu gelten. Die Aktion von Brandi Chastain aber schon….

Und 12 Jahre später als die US-Girls wieder Weltmeister wurden, waren sie schon ganz selbstverständlich Stars.

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27. George Weah – Der Trailblazer

George Weah: Was für eine Karriere! Foto: Getty Images
George Weah: Was für eine Karriere! Foto: Getty Images

George Weah ist in diesem Ranking aus 2 Gründen. Aufgrund seiner überragenden fußballerischen Fähigkeiten und aufgrund seiner Herkunft.

Weah wuchs in den Slums von Monrovia in Liberia auf und schaffte es nach Europa. Dort wurde sein Talent entdeckt. Und zwar von Arsene Wenger. 1988 verpflichtete ihn der AS Monaco und die Karriere begann.

Erster afrikanischer Weltfußballer des Jahres

Erster afrikanischer Weltfußballer des Jahres (Photo by Tertius Pickard/Gallo Images/Getty Images)
Erster afrikanischer Weltfußballer des Jahres (Photo by Tertius Pickard/Gallo Images/Getty Images)

1995 wurde er als erster afrikanischer Spieler zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Und wenn dann irgendwann mal eine afrikanische Mannschaft Weltmeister wird (und das wird passieren), dann wird man sich an den Trailblazer George Weah erinnern. Zunächst einmal ist er aber im Dezember 2017 liberianischer Präsident geworden.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

25 überbertetsten Spieler

26. Gerd Müller – Der Allerbeste im Strafraum

Gerd Müller (rechts) anlässlich von 40 Jahren Bundesliga gemeinsam mit Uwe Seeler in Köln. Foto: Getty Images
Gerd Müller (rechts) anlässlich von 40 Jahren Bundesliga gemeinsam mit Uwe Seeler in Köln. Foto: Getty Images

Gerd Müller ist an Alzheimer erkrankt. Der Bomber der Nation – oder kleines dickes Müller, wie sein erster Trainer im Profibereich, Tschick Cajkovski, ihn in den 60er Jahren nannte.

Gerd Müller war physisch nicht der imposanteste Stürmer – auch nicht zu seinen Glanzzeiten. Aber für eine gewisse Zeit war er der beste Mittelstürmer der Welt.

Müller schoss 398 Tore in 453 Ligaspielen. Und er schaffte 68 Länderspieltore für Deutschland in 62 Länderspielen. Das ist ein Schnitt von mehr als einem Tor pro Länderspiel. Und als er zurücktrat, war er WM-Torschützenkönig mit 14 Toren.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Und das wird auch in 50 Jahren noch so sein

Gerd Müller und Eusebio - die beiden besten Stürmer Europas? Foto: Getty Images
Gerd Müller und Eusebio - die beiden besten Stürmer Europas? Foto: Getty Images

Was ihn besonders auszeichnete, war seine Fähigkeit, sich auf engstem Raum zu bewegen, Gegner stehen zu lassen und aus den unmöglichsten Situationen heraus Tore zu erzielen.

Damit ist er bis heute Vorbild für eine ganze Gruppe von Mittelstürmern, die sich weniger durch Größe oder physische Präsenz als durch Wendigkeit, Reaktionsvermögen und Antizipation auszeichnen.

Und das wird auch in 50 Jahren noch so sein. Deshalb ist auch der Gerd aus Nördlingen einer von 30 disruptiven Fußball-Erneuerern.

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