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Diese 15 Spieler wechselten zu Bayern München und ruinierten ihre Karriere

DER GANZE POST IN EINZELNEN KURZVIDEOS ODER ALS DOSSIER

Diese 15 Spieler wechselten zu Bayern München und ruinierten ihre Karriere

Ein falscher Wechsel. Und schon war die Karriere beschädigt. Das ist schon einigen Starkickern und High Potentials passiert. Diese 15 Spieler wechselten zu Bayern München und ruinierten ihre Karriere. 

Manche konnten durch einen weiteren Transfer der Marke „Bloß schnell weg von hier“ die Karriere retten. Für andere war es das aber mit der angestrebten Weltkarriere. Von (gedacht, gefühlt, erlebt) ganz oben nach ziemlich weit unten. Bei einigen könnte man es das Kaka-Syndrom nennen oder das One-Hit Wonder Phänomen.

Landon Donovoan war einst für den FC Bayern aktiv. Foto: Getty Images
Landon Donovoan war einst für den FC Bayern aktiv. Foto: Getty Images

Entweder Du schaffst es beim FC Bayern und wirst ein Großer. Oder Du gehst unter!

David Alaba hat es beim FC Bayern geschafft. Foto: Getty Images
David Alaba hat es beim FC Bayern geschafft. Foto: Getty Images

Ein Problem, das eine ganze Menge Spieler in Europa betrifft. Sie spielen eine, zwei oder noch mehr Saisons auf Top-Niveau – manchmal bei einem guten, manchmal bei einem mittelmäßigen Verein – und folgen dann auf der Suche nach dem finalen Schritt dem Ruf der ganz großen Vereine.

Dort schaffen sie es dann nicht und versauern auf der Bank. Nach zwei bis drei Jahren, ziemlich viel Geld und ziemlich wenig Spielpraxis finden sie anschließend nie mehr zur Form früherer Tage zurück.

In Europa stach im Verbrauch von Top-Spielern ein Verein bisher besonders hervor. Sowohl was seine Anziehungskraft und seine Fähigkeit anbetrifft, ganz große Spieler herauszubringen als auch aufgrund seines Vermögens, Spielerkarrieren zu verkürzen oder sogar zu ruinieren.

Real Madrid – Die Königlichen.

Die cleveren Transfers des FC Bayern

Der FC Bayern München hat 2016 das Double gefeiert. Foto: Getty Images
Der FC Bayern München hat 2016 das Double gefeiert. Foto: Getty Images

Für den Spieler die ultimative Kombination aus Geld, Ruhm und Aussicht, ein Gigant des Fußballs zu werden. Und was für die Königlichen in Spanien schon länger gilt, das trifft mittlerweile genauso auf zwei, drei andere andere Klubs in Europa zu.

Darunter – immer wichtiger werdend – und kurz davor zu Barca und Real aufzuschließen – der FC Bayern München.

Denn die Bestia Negra von der Isar ist mittlerweile fast genauso verlockend, gefährlich und verführerisch für einen jungen Spieler wie die beiden spanischen Giganten. Wenn man sich mit dem deutschen Winter abfindet, auf Bierduschen nach erzielten Titeln „steht“, eine eher langweilige Spielzeit ohne richtige Konkurenten nicht abschreckend findet und immer wieder gegen spanische Teams zum Ende der Saison ausscheidet.

Die Bayern sind der Karriere-Katalysator der Bundesliga schlechthin. Nach einem Wechsel an die Säbener Straße geht es entweder flott nach oben oder eben runter. Der ostentative Lackmus-Test  für die Karriere. Der FC Bayern hat sich mittlerweile die Reputation erworben, auch große Spielerkarrieren oder Karrieren, die hätten groß werden können, zu beschädigen. Manchmal nur für eine gewisse Zeit, manchmal für immer.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Flop auf der Ersatzbank

Carlo Ancelotti (links) und Mats Hummels im August 2016. Foto: Getty Images
Carlo Ancelotti (links) und Mats Hummels im August 2016. Foto: Getty Images

Und der deutsche Rekordmeister ist natürlich genauso bekannt für seine cleveren Transfermethoden. Besonders, wenn es darum geht, das eigene Team gezielt zu verstärken und die Bundesligakonkurrenz gezielt und strategisch geschickt zu schwächen.

Da ist gar nichts verwerfliches dran. Aber Gladbach-Fans (die Älteren), Leverkusen-Anhänger (vor ein paar Jahren) und BVB-Supporter wissen, was gemeint ist.

In jedem Sommer präsentiert der Verein einen neuen Superstar, der dann gerne auch mal aus der Bundesliga kommen kann.

Und dann muss ein anderer Star, der nicht so super ist, eben gehen. Das führt zu einem immensen Druck auf die Spieler. Und wer das nicht aushält und nicht performt, der sitzt schnell als Flop auf der Ersatzbank. Zum Teil mit ruinösen Folgen für die Karriere.

Die Desaster-Birds – 2 Kategorien von „Ruin“

2016 war auf dem Münchner Marienplatz bei der Double-Feier des FC Bayern viel los. Foto: Getty Images
2016 war auf dem Münchner Marienplatz bei der Double-Feier des FC Bayern viel los. Foto: Getty Images

Wir unterscheiden bei den Bayern-Flops, die sich ihre Karriere ruiniert haben, zwischen 2 Kategorien von „Ruin“.

Kategorie 1 sind Spieler, die ihre Karriere durch einen Wechsel zu den Profis der Bayern permanent „versauten“ und nachher nie wieder so gut spielten wie vor ihrer Bayern-Zeit.

Kategorie 2 sind Spieler, für die der FC Bayern einfach eine Nummer zu groß war. Sie ruinierten zunächst zwar ihre Karriere in München, aber eben nur zeitweise. Denn dann schafften sie es doch noch bei anderen Vereinen zu reüssieren, wenn auch manche nur ein klein wenig.

Einen Spieler lassen wir außer Konkurrenz laufen – quasi als Honorable Mention. Er spielte in München so schlecht, dass man ihn nicht weglassen kann. Aber vielleicht gab es Gründe dafür, die wir nicht kennen.

Transfer 15 – Transfer 11: Vom kleinen Karl bis zum enttäuschenden Diego

Karl 'Calle' Del’Haye vor der Saison 1982/1983, die er für den FC Bayern München absolvierte. Foto: Getty Images
Karl 'Calle' Del’Haye vor der Saison 1982/1983, die er für den FC Bayern München absolvierte. Foto: Getty Images

15. Calle del Haye – Der erste Millionen-Transfer der Bundesliga

Die Bayern hatten gefühlt schon immer viel Geld auf dem Festgeldkonto. Das ist bekannt. Und das setzten sie gefühlt auch schon immer mal gezielt ein, um Konkurrenten in der Liga zu schwächen.

Angefangen hat dies für viele mit Kalle del‘Haye vor knapp 40 Jahren. Kalle wer? Kalle del’Haye aus Mönchengladbach am Niederrhein.

Der Transfer von Karl del‘Haye war der erste Millionentransfer in der Geschichte von Bayern München. Karl Del’Haye maß 165 Zentimeter, wog 56 Kilogramm und galt eine Zeit lang als bester Rechtsaußen Deutschlands.

Im Sommer 1980 war er jedenfalls kurzzeitig Nationalspieler. Und eine Ablösesumme von 1,265 Millionen D-Mark floss damals von der Isar an den Niederrhein nach Mönchengladbach – Bundesligarekord.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Mutter aller strategischen Transfers der Bayern

An Karl-Heinz Rummenigge - hier als Kapitän im WM-Finale 1982 gegen Italien - kam Del’Haye nicht vorbei. Foto: Getty Images
An Karl-Heinz Rummenigge - hier als Kapitän im WM-Finale 1982 gegen Italien - kam Del’Haye nicht vorbei. Foto: Getty Images

Der Transfer von Del’Haye von Mönchengladbach nach München gilt als Mutter aller strategischen Transfers der Bayern, getätigt um einen Konkurrenten zu schwächen.

Und als ein Riesen-Flop in der Bayern-Historie. Bayern-Boss Uli Hoeneß versprach del Haye während der Wechsel-Verhandlungen:

„Wenn du bei uns nicht Stammspieler wirst, dann erschieße ich mich.“

Wie wir wissen, lebt Uli Hoeneß noch – wenn auch eine Zeit lang nicht da, wo er wohl gerne gelebt hätte. Obwohl „Kalles“ Stammplatz die Bank wurde.

„Sexy Knee“ – Karl-Heinz Rummenigge

Karl Del’Haye wäre wohl besser in Gladbach geblieben. Foto: Imago
Karl Del’Haye wäre wohl besser in Gladbach geblieben. Foto: Imago

Denn der Mann, an dem er schon in der Nationalmannschaft nicht vorbeikam, spielte auch schon 1980 bei den Bayern: „Sexy Knee“ – Karl-Heinz Rummenigge.

Was sollte also der Transfer von del Haye? Strategie, gezieltes…., die Mutter aller…halt.

Und es hatte ja auch Erfolg. Borussia Mönchengladbach wurde geschwächt. Ein anderer Verein konnte del Haye auch nicht verpflichten.

Und wenn sich der Neuankömmling eben nicht durchsetzen konnte, dann war das Pech für ihn.

Ruin der Kategorie 1 – Nach den Bayern kam nicht mehr viel. Die Karriere war grundlegend beschädigt. Aber der Geldbeutel war voll. Der von Borussia M’gladbach und der von Karl del Haye.

14. Tim Borowski – Klinsis Wunschspieler

Tim Borowski trug kurzzeitig das Trikot der Bayern. Foto: Getty Images
Tim Borowski trug kurzzeitig das Trikot der Bayern. Foto: Getty Images

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Tim Borowski spielte die meiste Zeit für Werder Bremen. Aber kurzzeitig stand er auch mal bei den Bayern unter Vertrag. Die beste Zeit hatte er so um das Jahr 2006 herum. Da galt er für kurze Zeit mal als Alternative zu Michael Ballack. Und als zweitbester deutscher Mittelfeldspieler.

Das war in der Dekade des deutschen Rumpelfußballs nach Berti Vogts und vor Jogi Löw. 2008 kam Tim Borowski aus Neubrandenburg von Werder Bremen nach München. Ein Grund für den Wechsel war damals Trainer Jürgen Klinsmann, der den Spieler bereits in der Nationalmannschaft coachte und große Stücke von ihm hielt. Die Bayern mussten keine Ablöse zahlen. Alles sah nach einer Win-Win Situation für den Spieler un den Verein aus.

Am 20. September 2008 (5. Spieltag) erlitten die Bayern gegen Werder Bremen die höchste Heimniederlage seit 29 Jahren: Bei der 2:5-Niederlage erzielte Borowski nach seiner Einwechslung die beiden Tore für die Münchner.

Im Laufe der Saison wurde er 20-mal eingewechselt und kam nicht über die Reservistenrolle hinaus. Es „wuppte“ bei den Bayern einfach nicht.

Eine Nummer zu groß

Richtig durchsetzen konnte sich Borowski in München allerdings nicht. Foto: Getty Images
Richtig durchsetzen konnte sich Borowski in München allerdings nicht. Foto: Getty Images

Nachdem der Mittelfeldmann in die Pläne des neuen Trainers Louis van Gaal nicht mehr miteinbezogen wurde, wechselte er nach nur einer erfolglosen Saison im Sommer 2009 zurück nach Bremen. Und das würde eigentlich für einen Ruin der Kategorie 2 qualifizieren.

Doch auch bei Werder erreichte er seine alte Form aus der Vor-Bayernzeit nicht mehr.

Am 26. April 2012 gab Werder Bremen bekannt, dass Borowski keinen neuen Vertrag mehr bekommen würde und daher Werder zum Saisonende verlassen werde. Am 5. Mai 2012 gab der Neubrandenburger gegen den FC Schalke 04 sein Abschiedsspiel für die Bremer.

Anhaltende Probleme im rechten Sprunggelenk veranlassten ihn dann am 19. September 2012 seine Karriere als Fußballer zu beenden.

Borowski war vor seiner Bayern-Zeit richtig gut

Bei Werder Bremen überzeugte er dagegen regelmäßig. Foto: Imago
Bei Werder Bremen überzeugte er dagegen regelmäßig. Foto: Imago

Die Bayern waren einfach eine Nummer zu groß für ihn. Und nach den Bayern wurde es nie wieder so gut wie vor den Bayern.

Was schade ist. Denn für einen gewissen Zeitraum war Borowski mal richtig gut.

Ruin der Kategorie 1 – Vor dem Bayern-Intermezzo galt er mal als veritable Alternative zu Michael Ballack.

Danach war er nur noch ein mittelmäßiger Bundesligaspieler ohne Fortune und mit viel Verletzungspech. Die Bayern als Karrieregrab. 

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Schuster

13. Edson Braafheid – Der Flop-Wunsch von Louis van Gaal

Edson Braafheid (rechts) lief der Musik in München oft hinterher. Foto: Getty Images
Edson Braafheid (rechts) lief der Musik in München oft hinterher. Foto: Getty Images

Edson Braafheid war einer der größten Transferflops des FC Bayern in der Ära von Louis van Gaal. Der Holländer kam auf Ansinnen des Tulpengenerals und performte gleich so schlecht, dass LVG ihn schon nach einem halben Jahr an Celtic Glasgow weiterreichte.

Nachdem er dort auch nicht reüssierte und nach München zurückkehrte, schmiss van Gaal ihn im Herbst 2010 während der Saison komplett raus. Höchststrafe – die Karriere war zunächst mal ruiniert. Zumindest was die Ambitionen anbetraf, ganz nach vorne zu kommen. Die nächsten Stationen hießen denn auch Hoffenheim und Twente Enschede. Und Hoffenheim war ein ganz besonders negatives Kapitel für den Holländer.

Am 27. Januar 2011 unterschrieb er einen Dreieinhalbjahresvertrag bei der TSG 1899 Hoffenheim, die zwei Tage zuvor bereits seinen Nationalmannschaftskameraden und ehemaligen Schulfreund Ryan Babel verpflichtet hatte.

Sein Debüt am 5. Februar 2011 (21. Spieltag) – in der 74. Minute für Vedad Ibišević eingewechselt – endete nach einer Tätlichkeit gegen Christian Tiffert bereits fünf Minuten später; er wurde mit der Roten Karte des Spielfeldes verwiesen.

Nach Hoffenheim zurück

Später zog Edson Braafheid weiter nach Hoffenheim. Foto: Getty Images
Später zog Edson Braafheid weiter nach Hoffenheim. Foto: Getty Images

Im Rahmen eines einvernehmlichen Leihgeschäfts auf Anfrage des FC Twente Enschede wechselte Braafheid am 31. August 2012 für eine Spielzeit bis 30. Juni 2013 in die Eredivisie, in der er immerhin 25-mal zum Einsatz kam.

Zur Saison 2013/14 kehrte Braafheid nach Hoffenheim zurück und wurde unter anderem mit Tim Wiese in die von Vereinsseite betitelte „Trainingsgruppe 2“ versetzt.

Diese erlangte eine besondere Berühmtheit, weil sie unabhängig vom übrigen Profikader trainieren musste.

Der „Trainingsgruppe 2“ haftet seither ein „legendärer“ Ruf an. Braafheid verließ den Verein mit Auslaufen des Vertrages mit Ablauf des 20. Juni 2014.

In den großen Ligen klappte es nie

Im Bayern-Trikot überzeugte er nur selten. Foto: Imago
Im Bayern-Trikot überzeugte er nur selten. Foto: Imago

Am 1. August 2014 verpflichtete Lazio Rom Braafheid. Am 14. September 2014 (2. Spieltag) debütierte er in der Serie A beim 3:0-Sieg im Heimspiel gegen AC Cesena von Beginn an.

Sein Vertrag endete am 30. Juni 2016. Im August 2016 kehrte er zu seinem ehemaligen Verein FC Utrecht zurück. Zwischen 2014 und 2016 kam er auf nur 21 Spiele bei 0 Toren.

Die Karriere war irgendwie hinüber. Auch wenn sie jetzt beim FC Utrecht in Holland ausklingt. Da läuft es aber einigermaßen gut.

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Ruin der Kategorie 1 – Nach dem FC Bayern München war die Karriere des Holländers mäßig.

Gemessen an den Erwartungen, die man in den jungen Edson gesteckt hatte – sehr enttäuschend. Spektakulär war einzig die legendäre Trainingsgruppe mit Tim Wiese.

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12. Breno – Die große Tragödie und das Comeback

Breno galt vor seinem Wechsel zum FC Bayern als riesiges Talent. Foto: Getty Images
Breno galt vor seinem Wechsel zum FC Bayern als riesiges Talent. Foto: Getty Images

Als Breno 18 Jahre alt war, verhalf er dem FC São Paulo zur brasilianischen Meisterschaft. Dass hier einer mit Talent gesegnet ist, sprach sich in der ganzen Welt herum. der 1,87 Meter große Abwehrspieler ging so robust in die Zweikämpfe wie nur wenige Fußballer, er war schnell und extrem kopfballstark.

Real Madrid hatte Interesse, italienische Klubs umwarben ihn, schließlich wechselte der brasilianische Teenager zum FC Bayern München. Für zwölf Millionen Euro.

Doch in München kam er nie zurecht. Fehlende Integration und Verletzungen warfen ihn völlig aus der Bahn. Schließlich setzte er sein Haus im Suff in Brand, musste ins Gefängnis und kehrte ohne große Karriere nach Brasilien zurück.

Europa war ein einziges Desaster für den Brasilianer. Und wenig deutete zunächst darauf hin, dass die Karriere in Brasilien deutlich besser werden würde.

Die richtige Wechselentscheidung

Jetzt ist Breno wieder in seiner Heimat Brasilien aktiv. Foto: Fotoarena
Jetzt ist Breno wieder in seiner Heimat Brasilien aktiv. Foto: Fotoarena

In Brasilien spielte er zunächst für seinen Jugendklub FC São Paulo, von dem er 2008 aus nach Europa wechselte. Doch eine Reihe von Verletzungen verhinderte, dass er dort Stammspieler werden konnte.

So wechselte Breno im Sommer 2017 nochmals – nach Rio de Janeiro. Und dieses mal war es wohl die richtige Wechselentscheidung. Denn bei Vasco da Gama spielt er nun regelmäßig.

Breno ist jetzt nicht mehr ein Weltklassespieler, um den sich internationale Spitzenklubs rangeln, sondern ein solider Verteidiger. Doch gemessen an dem, was ihm in München passierte, ist das schon sensationell.

Und seine Comeback-Geschichte ist eine der schönsten im Sport seit Langem. Für eine endgültige Bewertung ist Breno aber noch zu jung.

In Zukunft wieder nach Europa?

In seiner Zeit in München sorgte Breno vor allem abseits des Platzes für Schlagzeilen. Foto: Getty Images
In seiner Zeit in München sorgte Breno vor allem abseits des Platzes für Schlagzeilen. Foto: Getty Images

Paulo Sergio, Ex-Bayer und Landsmann, sagte neulich sogar:

“Er hat in Brasilien eine zweite Chance, spielt bei einer guten Mannschaft und ich glaube, dass Breno in Zukunft wieder nach Europa zurückkehren wird.”

Zu wünschen wäre es ihm.

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Ruin der Kategorie 1 (mit Chance auf 2) – So tief  wie Breno muss man erst mal fallen. Vom „Lucio-Nachfolger“ zum Brandstifter und in den Knast. Umso respektabler das Comeback.

11. Diego Contento – Durchbruch failed

Diego Contento stammt aus der Jugend des FC Bayern. Foto: Getty Images
Diego Contento stammt aus der Jugend des FC Bayern. Foto: Getty Images

Diego Contento wuchs in München auf und spielte schon in seiner Jugend für die Bayern. Deshalb ging er genau genommen auch nicht zu den Bayern sondern blieb dort einfach etwas zu lange. Nachdem er erst in der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters kickte, bekam er 2010 seinen ersten Profivertrag.

In fünf Jahren beim deutschen Rekordmeister kam der linke Verteidiger zwar insgesamt 69 Mal zum Einsatz, war aber eher Ersatz- als Stammkraft.

Andere aus der Bayern-Jugend machten es da deutlich besser. Contento zählt nicht nur zur Kategorie der Bayern-Flops, sondern wurde sogar zu einem der schlechtesten Spieler Europas gewählt.

Zumindest gab ihm diesen Titel im Jahr 2014 die Sportzeitschrift „L’Equipe“. Noch vor Ablauf seines bis 30. Juni 2016 gültigen Vertrages wechselte er bereits zur Saison 2014/15 in die französische Ligue 1 zum vom ehemaligen Profi des FC Bayern Willy Sagnol trainierten Klub Girondins Bordeaux.

Deutlich mehr Einsatzzeiten als in München

2014 wechselte Contento von München nach Bordeaux. Foto: Getty Images
2014 wechselte Contento von München nach Bordeaux. Foto: Getty Images

Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2018 gültigen Vertrag; 50 % der Transferrechte an Contento verblieben jedoch zunächst beim FC Bayern München.

Am 17. August 2014 (2. Spieltag) debütierte Contento in der Startaufstellung beim 4:1-Sieg im Heimspiel gegen AS Monaco.

Sein erstes Punktspieltor erzielte er am 22. November 2015 (14. Spieltag) beim 2:2-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen Stade Rennes mit dem Treffer zum Endstand in der 78. Minute.

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Veritable Profikarriere

2010 rückte Diego Contento in den Münchner Profikader auf. Foto: Getty Images
2010 rückte Diego Contento in den Münchner Profikader auf. Foto: Getty Images

Und siehe da – vielleicht reicht es ja doch zur veritablen internationalen Profikarriere. Zu wünschen wäre es ihm.

Denn wenn er bei den Bayern wirklich mal gebraucht wurde, lieferte Contento eigentlich immer ab. Hängen ließ er sich nie. Und die Bewertung der L’Equipe ist weder fair noch korrekt. Deshalb Kategorie 1 mit Chancen auf 2.

Ruin der Kategorie 1, mit veritabler Chance auf Kategorie 2.

Aber bei einem gegenwärtigen Marktwert von 2.0 Millionen Euro kann von einer großen internationalen Karriere keine Rede sein. Für Fortuna Düsseldorf reicht es aber.

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