Eine neue Fußball-Ära begann. Keiner hatte es geahnt.


MUNICH, GERMANY - FEBRUARY 27: Guenter Netzer (L) and Gerd Mueller attend the UEFA President's Award at Suedtiroler Stuben on February 27, 2013 in Munich, Germany. (Photo by Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images)

Protagonisten der neuen Fußball-Ära – Günter Netzer und Franz Beckenbauer – Photo by Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images

 

Es begann mit 146 Toren und 92 Toren in einer Saison

Die neue Fußball-Ära begann im Juni und keiner – wirklich keiner – konnte das zu diesem Zeitpunkt ahnen. Franz Beckenbauer nicht, Günter Netzer nicht und erst recht nicht Uli Hoeneß oder Berti Vogts. Denn Uli Hoeneß war noch zu jung und Berti Vogts war noch nicht dabei. 

Als das letzte Spiel der Serie vorbei war, hatten die einen 146 Tore geschossen und waren Meister. Aber sie waren trotzdem noch eine kleine Nummer.

Als das letzte Spiel der Serie vorbei war, hatten die anderen 92 Tore geschossen, waren auch Meister und über den Erfolg mehr als überrascht. Denn eigentlich hätte es aufgrund der vielen Spielerabgänge nur ein Übergangsjahr werden sollen.

MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 17: Gerd Mueller (L) and Franz Beckenbauer stand on stage at the Arabella Sheraton Hotel on September 17, 2005 in Munich, Germany. German Bundesliga club Bayern Munich arranged a party for the birthday of football legend Franz Beckenbauer, who turned 60 on September 9, 2005. (Photo by Jan Pitman/Bongarts/Getty Images)

Die Bayern Stars der 60er und 70er Jahre – Gerd Müller und Franz Beckenbauer (Photo by Jan Pitman/Bongarts/Getty Images)

 

Die Saison 1964/65 war der Beginn der Ära  

Die Rede ist von der Saison 1964/65. Deutsche Meister wurde Werder Bremen – das galt als Überraschung. Und in der Regionalliga-Süd wurde der FC Bayern München, damals ein kleines Licht verglichen mit 1860 München Meister in der Regionalliga Süd.

Und ein paar Hundert Kilometer weiter nordwestlich wurde ein Team mit einem für Nichtdeutsche unaussprechlichen Namen ebenfalls Meister. Und zwar in der Regionalliga West. Die Rede ist von Borussia Mönchengladbach.

 

MUNICH, GERMANY - AUGUST 29: The match result is written on the Stadion panel during the Third Liga match between Bayern Muenchen II and Carl Zeiss Jena at the Gruenwalder Stadion on August 29, 2008 in Munich, Germany (Photo by Johannes Simon/Bongarts/Getty Images)

Der Ort der ersten Bayern-Triumphe – das Stadion an der Grünwalder Straße (Photo by Johannes Simon/Bongarts/Getty Images)

 

146 Tore schossen die Bayern in der Aufstiegssaison

146 Tore schossen die Bayern in der Saison 1964/65 und schafften 55 Punkte. Es galt damals ja noch die 2-Punkte Regel.

Top-Spieler der Regionalliga Süd waren Siggi Held (Offenbacher Kickers), der ab 1965 für Borussia Dortmund auf Torjagd ging, Bernd Windhausen der spätere Werderaner, Hermann Nuber, das Urgestein vom Bieberer Berg in Offenbach, Karl-Heinz Bente, der aus Gelsenkirchen stammte und über Kassel nach Freiburg kam und Dr. Peter Kunter,  der langjährige Bundesliga-Torhüter von Eintracht Frankfurt, der damals noch für den Freiburger FC spielte.

Die Torjägerkrone gewann damals übrigens nicht Gerd Müller sondern sein kongenialer Sturmpartner Rainer Ohlhauser.

 

Regionalliga 1964/65 - Torschützenliste

  NameGeboren  VereinToreSpieleTore/Sp.ToreSpiele
1Ohlhauser, Rainer06.01.1941FC Bayern München43351.2297669
2Müller, Gerd03.11.1945FC Bayern München33261.2693326
3Bast, Rudolf "Rudi"07.02.1937VfR Mannheim31330.9396282
4Knopf, Norbert10.12.1944SpVgg Fürth25320.78178118
5Kuster, Ernst25.01.1940Hessen Kassel24310.7746085
6Fürther, Helmut15.05.1941Stuttgarter Kickers22350.629112310
7Gast, Siegfried05.12.1938Offenbacher Kickers22360.61169106
8Tagliaferri, Knut21.03.1935SSV Reutlingen21340.6185081
9Haseneder, Kurt22.04.1942Schwaben Augsburg20310.645100175
10Träutlein, Günter01,07.1943SV Waldhof20320.62556138
11Nuber, Hermann10.10.1935Offenbacher Kickers18340.52957168
12Fritzsche, Rolf23.10.1933Hessen Kassel17280.60782185
13Studenroth, Helmut07.10.1936Freiburger FC17280.60742123
14Sieber, Harry30.03.1941Schwaben Augsburg17300.5672046
15Stocker, Gerold03.06.1942SSV Ulm 184617300.56784181
16Beckenbauer, Franz11.09.1945FC Bayern München16310.5161631
17Mikulasch, Willibald14.08.1943ESV Ingolstadt16330.48576175
18Held, Siegfried07.08.1942Offenbacher Kickers15330.4553199
19Hofmann, Werner25.11.1938SV Darmstadt 9815330.4554093
20Thommes, Rolf23.02.1944SSV Reutlingen15360.41754223
21Ammer, Herbert13.11.1938SSV Reutlingen15360.41758219
22Anzill, Werner19.04.1940Freiburger FC14340.41264175
23Zipperer, Friedrich23.06.1939SV Waldhof14350.452154
24Stöhr, Horst03.09.1938FC Bayern Hof13230.5652457
25Pohl, Horst02.02.1944Wacker München13270.4812789
26Schäfer, Eduard18.01.1936SV Darmstadt 9813280.4642963
27Spät, Friedel03.04.1935FSV Frankfurt13330.3942866
28Oehm, Rudolf11.12.1936FC Bayern Hof12320.3752680
29Nafziger, Rudolf11.08.1945FC Bayern München12360.3331236
30Wille, Karl01.01.1938Freiburger FC12360.33343212
31Schweighöfer, Rolf01.03.1939FC 05 Schweinfurt11200.554088
32Brenninger, Dieter16.02.1944FC Bayern München11270.4073661
33Desch, Reinhold01.03.1939FSV Frankfurt11330.33344175
34Brzuske, Wolfgang11.08.1939SpVgg Fürth10170.5882654
35Tripp, Georg18.03.1941Offenbacher Kickers10200.54378
36Hoffmann, Erwin28.10.1940SSV Ulm 184610280.3572265
37Koulmann, Dieter04.12.1939FC Bayern München10310.3231250
38Krüger, Siegfried05.02.1942Offenbacher Kickers10310.3231861
39Vogel, Wilfried24.07.1937Stuttgarter Kickers10330.30322142

 

1960: Portrait of Franz Beckenbauer of West Germany. Mandatory Credit: Allsport UK /Allsport

Franz Beckenbauer schoss in der Aufstiegssaison immerhin 16 Tore für die Bayern –

 

Es gab kaum Auswärtssiege in der Regionalliga Süd 1964/65

In der Regionalliga Süd gab es in der Saison 1964/65 192 Heimsiege (56%), 70 Unentschieden (21%) und 80 Auswärtssiege (23%). Es gab also deutlich mehr Heimsiege als zum Beispiel in der Bundesliga-Saison 2015/16.

Und der Tabellenletzte aus Emmendingen schaffte genau 4 Punkte und kassierte 158 Gegentore in einer Saison.

Regionalliga Süd - Abschlusstabelle Saison 1964/65

VEREINSPIELEGEWONNENUNENTSCHIEDENVERLORENTOREPUNKTE
1. FC Bayern München362475 146:32 55:17
2. SSV Reutlingen 05362367 87:45 52:20
3. Kickers Offenbach3619107 91:63 48:24
4. SV Waldhof Mannheim361989 74:50 46:26
5. KSV Hessen Kassel3617613 74:52 40:32
6. VfR Mannheim36151011 66:53 40:32
7. Stuttgarter Kickers36151011 69:59 40:32
8. SpVgg Fürth3616713 72:62 39:33
9. FC Bayern Hof3616416 65:58 36:36
10. FSV Frankfurt3615615 52:59 36:36
11. Freiburger FC36111312 60:68 35:37
12. ESV Ingolstadt3613815 55:65 34:38
13. 1. FC Pforzheim3613716 47:61 33:39
14. SV Darmstadt 9836111114 49:66 33:39
15. FC Schweinfurt 053614418 49:55 32:40
16. Schwaben Augsburg3611817 61:73 30:42
17. FC Wacker München3610719 54:86 27:45
18. TSG Ulm 1846369621 53:90 24:48
19. FC Emmendingen361233 31:158 4:68

 

 

DORTMUND, GERMANY - AUGUST 24: Berti Vogts looks on prior to the Bundesliga match between Borussia Dortmund and Werder Bremen at Signal Iduna Park on August 24, 2012 in Dortmund, Germany. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Teil der Gladbacher Meistermannschaften aber in der Aufstiegsrunde wurde Berti Vogts nicht eingesetzt. Denn er stieß erst nach dem Aufstieg zur Borussia (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

 

Gladbach wurde vor Alemannia Aachen Meister der Regionalliga West

Borussia Mönchengladbach wurde Regionalliga-Meister vor Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf und Rot Weiß Oberhausen. Bayer Leverkusen kam auf Platz 16 ein und vermied knapp den Abstieg. Auf Platz 13 gab es einen Verein wie Eintracht Gelsenkirchen – die lokale Konkurrenz von Schalke 04.

Die Gladbacher kamen auf 52 Punkte bei einem Spiel weniger als die Bayern und schossen 92 Tore.

 

MUNICH, GERMANY - MARCH 21: Bayern Muenchen supporters are seen during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and Karlsruher SC at the Allianz Arena on March 21, 2009 in Munich, Germany. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Bayern und Gladbach wurden gleichzeitig Meister ihrer Regionalligen (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

 

Gladbach und Bayern als Regionalliga-Meister in der Aufstiegsrunde

Zur Aufstiegsrunde für die Bundesliga qualifizierten sich in der Regionalliga Süd der FC Bayern und der SSV Reutlingen. Aus dem Südwesten kamen Worms und Saarbrücken hinzu. Der Norden war durch Holstein Kiel vertreten und Berlin schickte Tennis Borussia ins Rennen.

Die Bayern kamen zusammen mit Alemannia Aachen, Saarbrücken und Berlin in die Aufstiegsgruppe 2.  Die Gladbacher bekamen es mit Reutlingen, Kiel und Worms zu tun. [sam id=”59″ codes=”true”]

Regionalliga West Abschlusstabelle 1964/65

VEREIN SPIELEGEWONNENUNENTSCHIEDENVERLORENTOREPUNKTE
1.Borussia Mönchengladbach34236592:3952:16
2.Alemannia Aachen34217669:2349:19
3.Fortuna Düsseldorf34187971:3843:25
4.Rot-Weiß Oberhausen34178955:3542:26
5.Arminia Bielefeld341591068:5239:29
6.Wuppertaler SV341481254:5236:32
7.Rot-Weiß Essen341461456:5334:34
8.Preußen Münster (A)341371450:4833:35
9.Schwarz-Weiß Essen3410131158:5933:35
10.Viktoria Köln341451541:4833:35
11.Eintracht Duisburg3410121241:5332:36
12.Westfalia Herne341351645:5631:37
13.Eintracht Gelsenkirchen3410101446:5730:38
14.SF Hamborn 07349111449:6829:39
15.TSV Marl-Hüls341081636:5928:40
16.Bayer Leverkusen348101648:5526:42
17.STV Horst-Emscher346101833:7922:46
18.Homberger SV34682024:6220:48

 

hoeness

Beim Aufstieg der Bayern war er gar nicht dabei – Uli Hoeneß. Denn er war einfach noch zu jung – Foto: Getty Images

 

Die Bayern setzten sich souverän in der Aufstiegsrunde durch

Die Bayern setzten sich in ihrer Gruppe souverän durch. Sie erzielten 18 Tore und verloren ein Spiel. Ein glatter Durchmarsch ohne große Komplikationen und Schwierigkeiten. Etwas richtig Großes kündigte sich an.

Endergebnis Gruppe 2 - Aufstiegsrunde Bundesliga 1964/65

PLATZIERUNGVEREINSPIELEGEWONNENUNENTSCHIEDENVERLORENTOREPUNKTE
1.FC Bayern München641118:39:3
2.1. FC Saarbrücken630312:136:6
3.Alemannia Aachen622211:126:6
4.Tennis Borussia Berlin611410:233:9

 

MOENCHENGLADBACH, GERMANY - JULY 06: 1. BUNDESLIGA 01/02, Moenchengladbach; BORUSSIA MOENCHENGLADBACH; BOEKELBERG STADION (Photo by Anja Heinemann/Bongarts/Getty Images)

Kultstätte und Wettbewerbsnachteil in einem für die Borussia – das Bökelbergstadion (Photo by Anja Heinemann/Bongarts/Getty Images)

 

Zum Schluss wurde es für Gladbach nochmals richtig knapp

Auch für die Gladbacher sah es zunächst nach einem eindeutigen Durchmarsch aus. Dann schwächelte das Team jedoch und rettete sich mit nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen gerade mal so mit 8:4 Punkten ins Ziel. Reutlingen kam auf 7 Punkte – aber nur der Tabellenerste der jeweiligen Aufstiegsrundengruppe stieg in die Bundesliga auf.

PLATZIERUNGVEREINSPIELEGEWONNENUNENTSCHIEDENVERLORENTOREPUNKTE
1.Borussia Mönchengladbach632117:78:4
2.SSV Reutlingen62318:117:5
3.Holstein Kiel622212:96:6
4.VfR Wormatia Worms61147:173:9

Nachfolgend die zum Einsatz gekommenen Spieler von Mönchengladbach in der Aufstiegsrunde: Manfred Orzessek, Walter Wimmer, Arno Ernst, Albert Jansen, Egon Milder, Heinz Lowin, Herbert Laumen, Jupp Heynckes, Bernd Rupp, Günter Netzer, Werner Waddey, Rudolf Pöggeler.

 

MUNICH, GERMANY - MAY 12: Bayern Munich fans show their support during the UEFA Champions League semi final second leg match between FC Bayern Muenchen and FC Barcelona at Allianz Arena on May 12, 2015 in Munich, Germany. (Photo by Adam Pretty/Bongarts/Getty Images)

Seit 1970 sind die Bayern die Nummer 1 in München (Photo by Adam Pretty/Bongarts/Getty Images)

 

Und dann überholte der FC Bayern München 1860 München

Was danach folgte, ist bekannt. In den 60er Jahren waren beide Teams zunächst noch relativ unauffällig. Doch die Bayern wurden in der Saison 1968/69 zum ersten Mal deutscher Meister. Und die Gladbacher liefen bereits auf Platz 3 ein.

Abschlusstabelle der Bundesligasaison 1968/69

Pl.VereinSp.SUNToreQuotePunkte
 1.FC Bayern München 34 18 10 661:311.9746:22
 2.Alemannia Aachen 34 16 6 1257:511.1238:30
 3.Borussia Mönchengladbach 34 13 11 1061:461.3337:31
 4.Eintracht Braunschweig 34 13 11 1046:431.0737:31
 5.VfB Stuttgart 34 14 8 1260:541.1136:32
 6.Hamburger SV 34 13 10 1155:55136:32
 7.FC Schalke 04 34 14 7 1345:401.1335:33
 8.Eintracht Frankfurt 34 13 8 1346:431.0734:34
 9.Werder Bremen 34 14 6 1459:59134:34
10.TSV 1860 München 34 15 4 1544:590.7534:34
11.Hannover 96 34 9 14 1147:451.0432:36
12.MSV Duisburg 34 8 16 1033:370.8932:36
13.1. FC Köln  34 13 6 1547:560.8432:36
14.Hertha BSC  34 12 8 1431:390.7932:36
15.1. FC Kaiserslautern 34 12 6 1645:470.9630:38
16.Borussia Dortmund 34 11 8 1549:540.9130:38
17.1. FC Nürnberg  34 9 11 1445:550.8229:39
18.Kickers Offenbach  34 10 8 1642:590.7128:40

 

Der deutsche Meister 1. FC Nürnberg stieg zusammen mit den Offenbacher Kickers ab und 1860 München dümpelte auf Platz 10 und damit im Mittelfeld herum. Und im Westen etablierte sich Alemannia Aachen mit Platz 2 kurzfristig als die Nummer 1, während der Platzhirsch 1. FC Köln eine ganz schwache Saison hinlegte und nur 13 wurde, dafür aber den Pokalsieg schaffte.

 

MOENCHENGLADBACH, GERMANY - SEPTEMBER 16: Jupp Heynckes attends the UEFA Europa League Trophy Tour Press Conference at Borussia-Park on September 16, 2014 in Moenchengladbach, Germany. (Photo by Mathis Wienand/Getty Images)

2 Protagonisten aus der erfolgreichsten Zeit der Borussia – Jupp Heynckes und Rainer Bonhof (Photo by Mathis Wienand/Getty Images)

 

Und die Gladbacher wurden Meister 1969/70 und 1970/71

In der folgenden Saison drehten die Gladbacher den Spieß um und wurden zum  ersten Mal deutscher Meister. Torschützenkönig wurde wie in der vorherigen Saison Gerd Müller von Bayern München mit 38 Toren. Den DFB-Pokal gewann in dieser Saison keine Mannschaft aus der Bundesliga, sondern der Regionalligist Kickers Offenbach, der zum Zeitpunkt des Finales bereits als Aufsteiger in die Bundesliga für die kommende Saison feststand.

Die Meisterschaft konnten die Gladbacher ein Jahr später wiederholen und schafften als erstes Team in der Bundesliga die erfolgreiche Titelverteidigung. Die Bayern wurden nur Zweiter. Doch was vielleicht genauso wichtig war: 1860 München stieg aus der Bundesliga ab. Die Bayern waren die Nummer 1 in München.

Abschlusstabelle der Saison 1969/70

Pl.VereinSp.SUNToreDiff.Punkte
 1.Borussia Mönchengladbach 34 23 5 671:294251:17
 2.FC Bayern München  34 21 5 888:375147:21
 3.Hertha BSC 34 20 5 967:412645:23
 4.1. FC Köln 34 20 3 1183:384543:25
 5.Borussia Dortmund 34 14 8 1260:67 −736:32
 6.Hamburger SV 34 12 11 1157:54 +335:33
 7.VfB Stuttgart 34 14 7 1359:62 −335:33
 8.Eintracht Frankfurt 34 12 10 1254:54 ±034:34
 9.FC Schalke 04 34 11 12 1143:54−1134:34
10.1. FC Kaiserslautern 34 10 12 1244:55−1132:36
11.Werder Bremen 34 10 11 1338:47 −931:37
12.Rot-Weiss Essen  34 8 15 1141:54−1331:37
13.Hannover 96 34 11 8 1549:61−1230:38
14.Rot-Weiß Oberhausen  34 11 7 1650:62−1229:39
15.MSV Duisburg 34 9 11 1435:48−1329:39
16.Eintracht Braunschweig 34 9 10 1540:49 −928:40
17.TSV 1860 München 34 9 7 1841:56−1525:43
18.Alemannia Aachen 34 5 7 2231:83−5217:51

 

Danach dominierten beide Teams und wurden wechselseitig Meister bis zum Ende des Jahrzehnts plötzlich der 1. FC Köln und der HSV als Top-Teams auftauchte. Schuld waren Ex-Gladbacher. Hennes Weisweiler, der in Köln als Trainer anheuerte und Günter Netzer, der im Norden Manager wurde. Und die Dominanz der beiden Clubs war auch mitentscheidend für den WM-Titel Deutschlands 1974.

 

MUNICH, GERMANY - NOVEMBER 28: 1. BUNDESLIGA 81/82, Muenchen; FC BAYERN MUENCHEN - BORUSSIA MOENCHENGLADBACH; Karl-Heinz RUMMENIGGE/BAYERN, Lothar MATTHAEUS/GLADBACH (Photo by Bongarts/Getty Images)

Die 1970er bei FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach (Photo by Bongarts/Getty Images)

Die 1970er Jahre bei FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach

 

SaisonPlatzierung FC Bayern MünchenPlatzierung Borussia Mönchengladbach
1970/7121
1971/7213
1972/7315
1973/7412
1974/75101
1975/7631
1976/7771
1977/78122
1978/79410
1979/8017

 

MUNICH, GERMANY - APRIL 26: 1. BUNDESLIGA 86/87 Muenchen; BAYERN MUENCHEN - BORUSSIA MOENCHENGLADBACH 6:0/BAYERN DEUTSCHER FUSSBALLMEISTER 1986; Schluss Jubel Bayern Muenchen; hintere Reihe v.lks.: Hansi PFLUEGLER,Wilfried KOEGL, Soeren LERBY, Norbert EDER, Lothar MATTHAEUS; vordere Reihe v.lks.: Jean-Marie PFAFF, Norbert NACHTWEIH, ?, Bertram BEIERLORZER (Photo by Bongarts/Getty Images)

Deutsche Meisterfeier 86/87 vom FC Bayern (Photo by Bongarts/Getty Images)

 

Die 1980er Jahre bei FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach

SaisonPlatzierung FC Bayern MünchenPlatzierung Borussia Mönchengladbach
1980/8116
1981/8237
1982/83412
1983/8443
1984/8514
1985/8614
1986/8713
1987/8827
1988/8916
1989/90115

 

 

GERMANY - DECEMBER 13: 1. BUNDESLIGA 97/98 BAYERN MUENCHEN - BORUSSIA MOENCHENGLADBACH 3:2; Dietmar HAMANN/BAYERN, Stefan EFFENBERG/MOENCHENGLADBACH (Photo by Peter Schatz/Bongarts/Getty Images)

Die 1990er Jahre bei FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach (Photo by Peter Schatz/Bongarts/Getty Images)

 

Die 1990er Jahre bei FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach

SaisonPlatzierung FC Bayern MünchenPlatzierung Borussia Mönchengladbach
1990/9129
1991/921013
1992/9329
1993/94110
1994/9565
1995/9624
1996/97111
1997/98215
1998/99118
1999/0015

 

MUNICH, GERMANY - DECEMBER 18: 1. BUNDESLIGA 01/02, Muenchen; FC BAYERN MUENCHEN - BORUSSIA MOENCHENGLADBACH 0:0; TORWART Oliver KAHN/BAYERN, Peter VAN HOUDT/GLADBACH, SCHIEDSRICHTER Knut KIRCHER (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Die 2000er Jahre bei FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

 

Die 2000er Jahre bei FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach

SaisonPlatzierung FC Bayern MünchenPlatzierung Borussia Mönchengladbach
2000/0112
2001/02312
2002/03112
2003/04211
2004/05115
2005/06110
2006/07418
2007/0811
2008/09215
2009/10112

 

bayern70erjahre

Auch ein Grund für die Bayern-Dominanz. Das große Olympiastadion eröffnete schon in den 70er Jahren ganz andere Erlösmöglichkeiten – Foto: Getty Images

 

Doch dann lief es auseinander

Die Borussia verschwand seit dem Ende der 90er Jahre im Mittelmaß  und schaffte erst unter der Leitung von Max Eberl wieder die Rückkehr unter die besten fünf Teams der Liga.

 

MUNICH, GERMANY - FEBRUARY 27: Franck Ribery (L) of Bayern Munich scores the winning goal with a penalty kick during the DFB Cup quarterfinal match between FC Bayern Munich and TSV 1860 Munich at the Allianz Arena on February 27, 2008 in Munich, Germany. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Und heute dominieren die Bayern die Liga und 1860 spielt immer noch in der 2. Bundesliga (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Und Heute?

Und der FC Bayern dominiert seit Jahren die Bundesliga in einer Form, wie es kein anderer Verein zuvor schaffte. Und all das hatte seinen Anfang im Juni 1965.